04.08.2004 - "Gebäudebrand" in Schaumburg
Gelungene Erprobung technischer Geräte bei Feuerwehrübung
|
||
|
Schaumburg (ug). Am schönen Sommerabend, wenn andere Menschen nach des Tages Last ihren Feierabend genießen, ertönen die Sirenen und rufen die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren Schaumburg und Deckbergen zu ihren Gerätehäusern. Hier erfahren die Männer und Frauen, dass es sich gottlob nicht um einen Ernstfall, sondern "nur" um eine Übung handelt. Doch das mindert nicht die Einsatzbereitschaft. Alle wissen, wie wichtig solche Übungen sind, denn hierbei wird das in vielen theoretischen und praktischen Ausbildungsstunden Erlernte an einem ausgewählten Objekt erprobt. Diesmal hatte dankenswerterweise ein Hausbesitzer in der Siedlung "Lange Breite" seinen Neubau für die Übung zur Verfügung gestellt. Die vom Deckberger Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier ausgearbeitete "Übungslage" sah vor, dass in einem Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen war. Nachbarn hatten gesehen, dass starker Qualm aus dem Gebäude aufstieg und außerdem gehört, dass Hilferufe aus dem Keller drangen und daraufhin die Einsatzzentrale (112) alarmiert. Die Schaumburger Wehr mit Ortsbrandmeister Heiner Bredemeier war schnell zur Stelle und begann mit der Brandbekämpfung. Nur wenige Minuten später trafen die Aktiven der benachbarten Stützpunktwehr Deckbergen ein. Da die Verqualmung der Kellerräume, in dem zwei Personen |
eingeschlossen waren, sehr stark war, wurde der Einsatz des "Überdrucklüfters" angeordnet. Dieser bewirkt eine schnelle Verringerung des Qualms, so dass die inzwischen einsatzbereiten Atemgeräteschutztrupps sich besser in den Räumen zurechtfinden konnten. Die "Verletzten" wurden geborgen, aus dem Gebäude gebracht und erhielten die erlernte Erste Hilfe- Versorgung. Da sich das angenommene Feuer ausbreitete, mussten weitere Schlauchleitungen an insgesamt drei Hydranten angeschlossen werden. Das dicht neben dem brennenden Haus stehende Nachbargebäude wurde durch eine "Wasserwand" geschützt, damit die Flammen nicht Übergreifen konnten. Dieses neue Gerät, das eine Wand von rund sechs Metern Höhe und eine Breite von zwölf Metern errichtet, wurde erstmals erprobt und bestand im wahrsten Sinne des Wortes seine Feuertaufe. Insgesamt waren bei der Übung, die von etlichen Anwohnern der Siedlung interessiert beobachtet wurde, vier Fahrzeuge und 40 Aktive eingesetzt. Bei der anschließenden Manöverkritik spendeten die beiden Ortsbrandmeister den aktiven Frauen und Männern Anerkennung für das gute Zusammenwirken und die Beherrschung der Geräte. Foto: ug |
|
|
|
|
|
|
|
||



