Gross

10.05.2002 - Feuer in Hotel

 

Defekter Ofen setzt Hotel-Sauna in Brand


Großalarm für Ortsfeuerwehren / Niemand verletzt
  

Gb Toden7

Durch die Hitze hat sich die Deckenverkleidung im Hallenbad gelöst.

 

Todenmann (tol/wm). Vermutlich durch einen technischen Defekt brach am Mittwochabend in der Sauna des Hotels „Weserberghaus“ in Todenmann Feuer aus. Gäste wie Anwohner hatten den Qualm bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Nach kurzer Zeit waren insgesamt 117 Feuerwehrleute im Einsatz. Das Hotel ist zurzeit mit 28 Gästen belegt.

Ein junges Paar aus Oldenburg hatte für drei Tage ein Zimmer im „Weserberghaus“ gebucht. Beide wollen dort einen Kurzurlaub verbringen und waren am Mittwoch angereist. Das Angebot Sauna und Schwimmbad wollten sie schon am ersten Abend nach einem Spaziergang nutzen. Inhaber Ulrich Neuser stellte deshalb die Sauna an, damit sie, wie bestellt, gegen 20.30 Uhr benutzt werden konnte. Neuser verließ dann gegen 19 Uhr das Haus, um zu einer Sitzung des Kirchenrates zu fahren. Als die beiden jungen Leute vom Spaziergang zurückkehrten, bemerkten sie weißen Rauch am Hotelanbau. Als sie die Tür zum Hallenbad öffneten, kam ihnen eine dicke Qualmwolke entgegen.

Im Hotel informierten sie zunächst einen weiteren Pensionsgast. Der 35-Jährige aus Ahaus/Westfalen, der gegen 20 Uhr von seiner Arbeit in der Glashütte Stoevesandt gekommen war, hatte sich eigentlich auf einen Fußballabend vor dem Fernseher gefreut. Er alarmierte die Rettungsleitstelle. Nachbar Frank Mottulla entdeckte zur gleichen Zeit den Rauch über dem Hotel und rief direkt Todenmanns Ortsbrandmeister Uwe Vogt an. Der hatte es nicht weit zur Brandstelle und alarmierte unterwegs von seinem Handy aus die Rettungsleitstelle. Inzwischen waren bei dem Diensthabenden weitere Anrufe von Anwohnern angekommen. Um 20.18 Uhr rückten die Feuerwehren Todenmann wie Rinteln und ein Rettungswagen mit Notarzt aus. Weil dichter Qualm und Flammen inzwischen schon durch die Außenverkleidung des Hotelanbaus drangen, löschten die Feuerwehren erst von außen, ehe sie mit Atemschutzgeräten in die Räume vordringen konnten. Vorsichtshalber wurden für eine weitere Wasserversorgung die Wehren aus Deckbergen, Steinbergen und die Werksfeuerwehr der Lebenshilfe noch nach Todenmann gerufen, so dass schließlich 117 Feuerwehrleute im Einsatz waren. Nach vier Stunden konnten die Wehren wieder abrücken. Hotelinhaber Ulrich Neuser, der zu seiner Sitzung kein Handy mitgenommen hatte, kam erst ins Hotel zurück, als das Feuer bereits aus war. Sein großen Lob gilt der Feuerwehr, die sofort mit Hochdrucklüftern den Qualm aus dem Durchgang von Haupthaus und Hallenbad geblasen habe. Dadurch habe es im Hotel praktisch keine Russ- und Qualmschäden gegeben, der Hotelbetrieb könne weiterlaufen.


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Drehleiter der Rintelner Wehr im Einsatz

 

 

Quelle: Schaumburger Zeitung, 10.05.2002