Gross

30.03.2002 - JHV 2001

 

Rückblick auf Aktivitäten der Wehr:

19 Einsätze und viel Arbeit am Bau

In diesem Jahr wird 75-jähriges Jubiläum gefeiert

DECKBERGEN (ug). Ein ereignisreiches Jahr 2001 der Stützpunktwehr beschrieb Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier auf der Jahreshauptversammlung, die erstmals im umgebauten Feuerwehrhaus stattfand. Neben 19 Einsätzen der Aktiven war das Jahr von viel Eigenleistungen bei der Erweiterung und dem Umbau des Feuerwehrgebäudes für Fahrzeuge und Geräte und für den Ausbildungsraum geprägt. Hierfür wurden weit über 4000 (!) Arbeitsstunden geleistet. Zwar seien am Bau einige Probleme aufgetreten, die zu zeitlichen Verzögerungen führten, doch alles wurde bestens gemeistert. Die offizielle Einweihung fand vor wenigen Wochen statt (wir berichteten).

Wie der Ortsbrandmeister berichtete, waren unter den Alarm-Einsätzen zwei Großbrände, vier Kleinbrände, zwei Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, drei technische Hilfeleistungen sowie etwas nicht Alltägliches, als eine Rotte von Wildschweinen durch den Ort hetzte und ein Tier in einen Swimmingpool stürzte. Zu den 19 Einsätzen kamen noch drei Alarmübungen in Schaumburg, in Ahe und bei der Firma Imbau und drei weitere Übungen im Rahmen der Kreisbereitschaft Süd. Weitere acht Einsätze galten kleineren Bränden sowie Sicherungen von Umzügen usw. Natürlich ging auch der regelmäßige Ausbildungsdienst für die 36 aktiven Männer und Frauen weiter, und auch die Teilnahme an Lehrgängen (Grund-, Sprechfunker-, Zugführer-, Atemschutzgeräte-Lehrgang) war wie gewohnt groß. Die Jugendfeuerwehr mit der imposanten Stärke von 24 Mädchen und Jungen hatte unter Leitung von Gerd Mohwinkel außer der feuerwehrtechnischen Ausbildung und der Teilnahme an Wettbewerben auch sportliche Aktivitäten. Und die 13-köpfige Altersabteilung ist gemäß Bericht von Heini Nolting einmal im Monat als Wandergruppe in heimatlichen Gefilden unterwegs. Heidi Pape berichtete, dass sich die 32 Mitglieder der Frauengruppe jeden ersten Donnerstag im Monat zum gemütlichem Beisammensein treffen und außerdem Fahrten zu Besichtigungen und kulturellen Veranstaltungen unternehmen.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Hendrik Pape teilte mit, dass geplant ist, einheitliche T-Shirts und Sweatshirts anzuschaffen, wobei noch auf Sponsoren gehofft wird. Als Aktiven mit den meisten Dienststunden überreichte er Roman Stasitzek, der auch seine Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann erhielt, einen Pokal. Befördert wurden außerdem Christine Ackmann und Nicole Wanagautzki zu Feuerwehrfrauen.

Lutz Wanagautzki, der nach dem Fortzug von Sascha Skoruppa bereits kommissarisch als Gruppenführer eingesetzt war, wurde von der Versammlung einstimmig bestätigt; zu seinem Vertreter wurde Roman Stasitzek bestimmt.

Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz zollte den ehrenamtlich Tätigen beim Um- und Erweiterungsbau ausdrücklich seine „Hochachtung" für ihre vorzügliche Arbeit. Diese Baumaßnahme, für die die Stadt die Materialkosten übernommen hatte, sei beispielhaft für ähnliche Maßnahmen anderer Wehren des Stadtgebietes. In ihren Grußworten sprachen auch Ortsbürgermeister Eckhard Hülm, Kreisbrandmeister Walter Scheller und Stadtbrandmeister Helmut Meier ihren Dank für die geleistete Arbeit aus.

Zwei größere Ereignisse richtet die Ortswehr in diesem Jahr aus. Am 16. Juni wird die Rintelner Stadtmeisterschaft auf dem Imbau-Grundstück ausgetragen. Das 75-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Deckbergen wird im Rahmen des Dorfgemeinschaftsfestes (23. bis 25. August) gebührend begangen.

Nachdem der Jahresbeitrag auf zwölf Euro festgesetzt worden war (der damit etwas geringer als zu DM-Zeiten ist), klang der Abend bei einem rustikalen Imbiss in gemütlicher Runde aus.

Foto: ug

Befoerderte 2001
Ortsbrandmeister Ralf Bredemeier, FF'en Christin Ackmann und Nicole Wanagautzki

 

Lutz Stasi
Gruppenführer Lutz Wanagautzki (rechts) und sein Stellvertreter Roman Stasitzek

 

Quelle: Schaumburger Wochenblatt vom 30.03.2002